Markusdom
Der Markusdom ist eine römisch-katholische Kirche am Markusplatz in Venedig. Der im Jahr 829 begonnene und 1094 vollendete byzantinische Sakralbau ist dem Evangelisten Markus geweiht und beherbergt auch dessen Gebeine. Er bildet mit dem freistehenden Markusturm und dem angrenzenden Dogenpalast ein architektonisches Ensemble. Er wird täglich zur Mittagszeit für 1 Stunde beleuchtet.
Der Kirchenraum wird von vier mächtigen Pfeilern und sechs Säulen in drei Schiffe geteilt. Auf den Pfeilern ruhen die fünf Kuppeln. Auch die Querhausarme sind dreischiffig angelegt.
Der Boden ist übersät von ornamentalen Mosaiken aus Marmor und die Wand in den unteren Bereichen ist verkleidet mit Platten aus Marmor aller Art, während die oberen Wandzonen sowie die gesamte Decke mit Mosaiken mit Goldgrund bedeckt sind.
Der gesamte Innenraum von San Marco bildet einen Höhepunkt der Mosaikkunst des Abendlandes. Die Mosaiken auf Goldgrund trugen dem Dom den Namen „Goldene Basilika“ ein. Begonnen wurden die Arbeiten unter dem Dogen Domenico Silvo (1071–1084). Der größte Teil der Mosaiken aber entstand im 13. Jahrhundert. Einige wurden – besonders an der Fassade – im 16. bis 18. Jahrhundert nach Entwürfen aus den Schulen Tizians und Tintorettos und anderen ersetzt, wobei das alte Bildprogramm wohl erhalten blieb. Die Mosaiken bedecken eine mehr als 8000 m² große Fläche und bilden damit eine der größten zusammenhängenden Mosaikflächen der Welt.























